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Aufgeschlagenes Buch mit warm leuchtender Glühbirne auf einem Schreibtisch, Sinnbild für verständlich erklärte Strombegriffe.

Stromlexikon

Lastprofil

Lastprofil einfach erklärt: Definition, Einordnung und was du wissen musst.

Auch: Standardlastprofil, SLP

Definition

Ein Lastprofil ist das typisierte Muster, nach dem der Stromverbrauch einer Abnahmestelle über Tag und Jahr verteilt wird. Haushalte und kleineres Gewerbe ohne registrierende Lastgangmessung werden über das Standardlastprofil (SLP) abgebildet, das den zeitlichen Verlauf des Verbrauchs rechnerisch nachbildet.

Die wenigsten privaten Stromzähler messen viertelstundengenau, wann wie viel Energie fließt. Damit die Abrechnung trotzdem stimmt, arbeitet der Markt mit typisierten Verbrauchsmustern, den Lastprofilen.

Standardlastprofil für Haushalte

Liegt der Jahresverbrauch unter rund 100.000 kWh und ist kein Lastgangzähler verbaut, kommt das Standardlastprofil (SLP) zum Einsatz. Es unterstellt typische Muster: mehr Verbrauch morgens und abends, saisonale Schwankungen zwischen Sommer und Winter, unterschiedliche Kurven an Wochentagen und Wochenenden.

Aus dem einmal jährlich abgelesenen Zählerstand lässt sich so ein plausibler Tagesverlauf rekonstruieren, ohne dass jede Kilowattstunde einzeln zeitlich erfasst werden muss.

Warum der Markt Lastprofile braucht

Lastprofile sind die Rechengrundlage der Bilanzierung:

Je mehr Smart Meter verbaut werden, desto mehr verschiebt sich das Bild: Wo der reale Lastgang viertelstündlich vorliegt, ersetzt er das pauschale Standardlastprofil, eine Voraussetzung für dynamische Tarife.

Verwandte Begriffe: Kilowattstunde Bilanzkreis Smart Meter Lokale Strompreise nach Ort → Mehr erfahren →

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