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Autostromtarife fürs E-Auto: die drei Hebel für weniger Ladekosten

5 Min. Lesezeit

Symbolbild zum Ratgeber „Autostromtarife fürs E-Auto: die drei Hebel für weniger Ladekosten“: ein Elektroauto lädt nachts an der Wallbox, eine Hand hält ein Smartphone mit Tarif-App.

Auf den Punkt gebracht

Ein Autostromtarif ist ein eigener Stromtarif fürs Laden eines E-Autos zu Hause, abgerechnet über einen separaten Zähler oder ein intelligentes Messsystem. Kombiniert mit dem reduzierten Netzentgelt nach § 14a EnWG und einem dynamischen Tarif lädst du bevorzugt in günstigen Nachtstunden. Wie hoch die Ladekosten am Ende ausfallen, hängt von Verbrauch, Tarif und Netzgebiet ab.

Warum dein E-Auto einen eigenen Tarif verdient

Wer ein E-Auto zu Hause lädt, zahlt den Ladestrom meist einfach über den normalen Haushaltstarif mit, dabei steckt darin ungenutztes Sparpotenzial. Ein Autostromtarif, auch Wallbox-Tarif genannt, trennt den Ladestrom vom übrigen Verbrauch und rechnet ihn zu einem eigenen, oft niedrigeren Arbeitspreis ab. Während der Hub Wallbox den großen Bogen von Anmeldung bis Förderung spannt, geht es hier konkret um die Tarifseite und darum, wie du die Ladekosten möglichst niedrig hältst.

Illustration zum Abschnitt „Warum dein E-Auto einen eigenen Tarif verdient“ im Ratgeber „Autostromtarife fürs E-Auto: die drei Hebel für weniger Ladekosten“: Nahaufnahme des Ladesteckers am Elektroauto bei Nacht.

Zwei Wege, den Ladestrom sichtbar zu machen

Damit ein eigener Tarif überhaupt abgerechnet werden kann, muss der Ladestrom separat messbar sein. Dafür gibt es zwei gängige Lösungen:

Welche der beiden Varianten bei dir zulässig ist, hängt vom Netzbetreiber und vom gewählten § 14a-Modul ab.

Drei Hebel, die sich nicht gegenseitig ausschließen

Deine Ladekosten setzen sich aus mehreren Anteilen zusammen, an denen du unabhängig voneinander drehen kannst:

HebelWirkungVoraussetzung
Reduzierter Autostromtarifniedrigerer Arbeitspreis fürs Ladenseparater Zähler oder iMSys
§ 14a EnWGreduziertes Netzentgeltangemeldete steuerbare Wallbox
Dynamischer Tarifgünstige Börsenstunden nutzeniMSys plus steuerbares Laden

Das Praktische daran: Diese drei Hebel wirken an unterschiedlichen Stellen deiner Rechnung. Der Autostromtarif senkt den Energiepreis, § 14a senkt den Netzentgelt-Anteil, ein dynamischer Tarif verschiebt den Verbrauch in günstige Zeitfenster. Nutzt du alle drei gemeinsam, addieren sich die Effekte.

Illustration zum Abschnitt „Drei Hebel, die sich nicht gegenseitig ausschließen“ im Ratgeber „Autostromtarife fürs E-Auto: die drei Hebel für weniger Ladekosten“: eine Einfahrt bei Nacht, das Auto lädt unter Sternenhimmel.

Nachts laden, wenn die Börse günstig ist

E-Autos laden meist über Nacht, also ausgerechnet dann, wenn an der Strombörse häufig niedrige Preise herrschen. Ein dynamischer Tarif macht diese Schwankungen für dich nutzbar: Eine steuerbare Wallbox verlegt den Ladevorgang automatisch in die günstigen Stunden. Vorausgesetzt wird ein intelligentes Messsystem, weil der variable Preis viertelstündlich erfasst werden muss. Die technische und rechtliche Basis dafür liefert § 41a EnWG. Ein Hinweis zur Vorsicht: Dynamische Preise schwanken in beide Richtungen, planbar günstig wird das Laden nur, wenn es sich zeitlich verschieben lässt.

Was am Ende wirklich zählt

Eine feste Eurosumme fürs Laden zu nennen wäre nicht seriös. Deine Kosten ergeben sich aus dem geladenen Jahresverbrauch, dem Arbeitspreis deines Tarifs und dem Marktniveau in deinem Netzgebiet. Wer zusätzlich § 14a nutzt, profitiert vom reduzierten Netzentgelt, Details dazu liefert der Ratgeber § 14a EnWG: reduziertes Netzentgelt für die Wallbox. Welcher Tarif für dein Ladeprofil am günstigsten abschneidet, siehst du am verlässlichsten mit deiner Postleitzahl im Stromkostenrechner.

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Häufige Fragen

Was genau ist ein Autostromtarif?
Ein eigenständiger Stromtarif fürs Laden eines Elektroautos zu Hause, abgerechnet über einen separaten Zähler oder ein intelligentes Messsystem. Er lässt sich zusätzlich mit dem reduzierten Netzentgelt nach § 14a EnWG kombinieren.
Was kostet das Laden eines E-Autos zu Hause?
Die Kosten ergeben sich aus dem geladenen Verbrauch in Kilowattstunden und dem Arbeitspreis deines Tarifs. Eine pauschale Summe wäre unseriös, weil Fahrleistung, Fahrzeugverbrauch und Marktniveau in deinem Netzgebiet stark schwanken. Verlässlich ist nur der Vergleich mit deiner Postleitzahl.
Brauche ich zwingend einen separaten Zähler für den Ladestrom?
Nicht zwingend, aber oft sinnvoll. Ein eigener Zählpunkt trennt Ladestrom vom Haushaltsstrom und ermöglicht einen eigenen, günstigeren Tarif. Alternativ ist je nach Netzbetreiber und Modul auch eine Messung über ein intelligentes Messsystem möglich.
Bringt ein dynamischer Tarif beim E-Auto etwas?
Wer über Nacht oder zeitlich flexibel lädt, kann von günstigen Börsenstunden profitieren. Voraussetzung sind ein intelligentes Messsystem und eine steuerbare Wallbox, die den Ladevorgang automatisch in die günstigen Phasen legt.
Lassen sich Autostromtarif und § 14a gleichzeitig nutzen?
Ja. Der Autostromtarif betrifft den Energiepreis deines Lieferanten, das reduzierte Netzentgelt nach § 14a EnWG den Netzanteil. Beide Hebel greifen an unterschiedlichen Stellen und lassen sich problemlos kombinieren.

Quellen & Stand