Erzeugung und Verbrauch müssen im Stromnetz in jeder Sekunde übereinstimmen, sonst weicht die Netzfrequenz von ihrem Sollwert 50 Hertz ab. Weichen Prognose und Realität voneinander ab, gleichen die Übertragungsnetzbetreiber die Differenz mit Regelenergie aus.
Drei Stufen mit unterschiedlicher Reaktionszeit
Man unterscheidet drei Arten von Regelleistung:
- Primärregelung greift automatisch innerhalb von Sekunden.
- Sekundärregelung übernimmt nach wenigen Minuten die weitere Stabilisierung.
- Minutenreserve löst die Sekundärregelung ab und kann über längere Zeiträume abgerufen werden.
Wer Regelenergie anbietet
Kraftwerke, Speicher und zunehmend auch größere flexible Verbraucher können sich präqualifizieren und ihre Reserveleistung über eigene Regelenergiemärkte anbieten. Für Haushalte bleibt dieser Markt im Hintergrund, er sorgt aber dafür, dass Abweichungen einzelner Bilanzkreise die Versorgungssicherheit insgesamt nicht gefährden.