Menü
Aufgeschlagenes Buch mit warm leuchtender Glühbirne auf einem Schreibtisch, Sinnbild für verständlich erklärte Strombegriffe.

Stromlexikon

Redispatch

Redispatch einfach erklärt: Definition, Einordnung und was du wissen musst.

Definition

Redispatch ist der Eingriff von Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern in Kraftwerks- und Anlagenfahrpläne, um lokale Engpässe im Stromnetz zu beheben. Einspeisung vor dem Engpass wird gedrosselt, Einspeisung dahinter hochgefahren; seit der Reform Redispatch 2.0 im Jahr 2021 gilt das einheitlich für alle Spannungsebenen, einschließlich vieler Wind- und Solaranlagen.

Strom fließt nicht automatisch dahin, wo das Netz gerade Kapazität frei hat. Wird eine Leitung an ihre Grenze belastet, obwohl an anderer Stelle im Netz Erzeugung zur Verfügung stünde, greifen Netzbetreiber mit Redispatch ein.

Drosseln vor dem Engpass, hochfahren dahinter

Konkret weist der Netzbetreiber Kraftwerke oder Anlagen vor dem Engpass an, ihre Einspeisung zu reduzieren, während Anlagen hinter dem Engpass hochgefahren werden. So bleibt die Netzbelastung insgesamt im zulässigen Rahmen, ohne dass die Stromversorgung insgesamt sinkt.

Redispatch 2.0: auch kleinere Anlagen sind dabei

Bis 2021 betraf Redispatch vor allem große konventionelle Kraftwerke. Mit der Reform Redispatch 2.0 wurde das System auf alle Spannungsebenen ausgeweitet und bezieht seither auch viele kleinere Wind-, Solar- und KWK-Anlagen ein, koordiniert über eine einheitliche Marktkommunikation zwischen Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern.

Verwandte Begriffe: Netzentgelt Netzbetreiber Regelenergie Lokale Strompreise nach Ort → Mehr erfahren →

Jetzt lokale Stromtarife vergleichen

Vergleiche den Grundversorger mit günstigen Tarifen für deine Postleitzahl, in unter 2 Minuten.

Stromtarife vergleichen

Stand .