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Aufgeschlagenes Buch mit warm leuchtender Glühbirne auf einem Schreibtisch, Sinnbild für verständlich erklärte Strombegriffe.

Stromlexikon

Residuallast

Residuallast einfach erklärt: Definition, Einordnung und was du wissen musst.

Definition

Die Residuallast ist die Differenz zwischen dem gesamten Stromverbrauch und der aktuellen Einspeisung aus Wind- und Solarstrom. Sie zeigt, wie viel Leistung konventionelle Kraftwerke, Speicher und Importe zusätzlich bereitstellen müssen, und ist bei hoher Residuallast, also wenig Wind und Sonne bei gleichzeitig hohem Verbrauch, meist mit höheren Börsenstrompreisen verbunden.

Wind- und Solaranlagen liefern nicht rund um die Uhr dieselbe Leistung. Zieht man ihre aktuelle Einspeisung vom gesamten Strombedarf ab, bleibt ein Rest übrig, der von anderen Quellen gedeckt werden muss, die Residuallast.

Warum die Kennzahl so wichtig ist

Ist viel Wind- und Solarstrom verfügbar, sinkt die Residuallast, in einer Dunkelflaute mit wenig Wind und Sonne steigt sie dagegen deutlich an. Konventionelle Kraftwerke, Speicher und Stromimporte müssen dann einspringen, um die Lücke zu schließen.

Der Zusammenhang mit deinem Strompreis

Eine hohe Residuallast bedeutet in der Regel, dass teurere Erzeugungsformen zum Einsatz kommen, was den Börsenstrompreis in dieser Stunde nach oben treibt. Bei einem dynamischen Stromtarif spürst du diesen Zusammenhang unmittelbar: niedrige Residuallast bedeutet meist günstige Stunden, hohe Residuallast meist teure.

Verwandte Begriffe: Börsenstrompreis Dunkelflaute Regelenergie Lokale Strompreise nach Ort → Mehr erfahren →

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