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Strom sparen

Energiesparend einrichten: Diese Kaufentscheidungen wirken jahrelang

5 Min. Lesezeit

Symbolbild zum Ratgeber „Energiesparend einrichten: Diese Kaufentscheidungen wirken jahrelang“: eine Person prüft im Fachmarkt das Energielabel eines Kühlschranks.

Auf den Punkt gebracht

Beim Einrichten und beim Geräteeinkauf entscheidet vor allem, wie effizient und wie passend dimensioniert die großen Verbraucher sind. Das EU-Energielabel mit der Skala A bis G hilft beim Vergleich, die richtige Gerätegröße und der richtige Standort erledigen den Rest. Wie stark sich ein effizientes Gerät auszahlt, hängt vom Altgerät, der Nutzung und deinem Strompreis ab.

Der beste Spartipp: einmal richtig einrichten, nie wieder dran denken

Manuelles Stromsparen kostet Aufmerksamkeit, Tag für Tag. Wer stattdessen schon beim Einrichten oder beim nächsten Geräteersatz auf Effizienz und passende Größe achtet, senkt seinen Verbrauch dauerhaft, ohne im Alltag ständig auf Schalter und Standby zu achten. Am meisten bringt das bei den Geräten, die über Jahre im Haushalt bleiben: Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschine, Geschirrspüler, Trockner und Herd. Ein noch sparsames, funktionierendes Gerät musst du deshalb nicht sofort ersetzen, der größte Effekt entsteht beim Neukauf und beim Austausch alter, ineffizienter Dauerläufer.

Illustration zum Abschnitt „Der beste Spartipp: einmal richtig einrichten, nie wieder dran denken“ im Ratgeber „Energiesparend einrichten: Diese Kaufentscheidungen wirken jahrelang“: eine Hand vergleicht zwei unterschiedlich große Geräte.

Größe vor Marke: warum passende Dimensionierung zählt

Größer ist nicht automatisch besser. Ein Kühlschrank, der zur Hälfte leer bleibt, verbraucht unnötig Strom, eine zu große Waschmaschine, die selten voll beladen wird, ebenso. Orientiere dich stattdessen an der realen Nutzung und der Personenzahl in deinem Haushalt. Geräte mit passender Kapazität laufen effizienter, weil sie auf den tatsächlichen Bedarf ausgelegt sind, wer einen kleinen Haushalt führt, fährt mit kompakteren Geräten oft besser als mit dem größten verfügbaren Modell.

Das EU-Energielabel entschlüsselt

Beim Gerätekauf selbst ist das EU-Energielabel dein wichtigstes Werkzeug. Es ordnet Geräte in Effizienzklassen von A bis G ein, A ist am sparsamsten. Die Skala wurde neu gefasst, damit sie wieder aussagekräftig bleibt, Klasse A ist heute anspruchsvoll, viele aktuelle Geräte liegen zunächst in den mittleren Klassen. Neben der Klasse zeigt das Label auch den Energieverbrauch und weitere Kennwerte, die je nach Gerätetyp variieren.

Auf dem LabelWas es dir sagt
Effizienzklasse A bis GEinordnung im Vergleich, A ist am sparsamsten
EnergieverbrauchVerbrauch je Jahr oder je Zyklus, gut zum Vergleichen
Gerätespezifische Wertez. B. Fassungsvermögen, Wasserverbrauch, Lautstärke
QR-CodeVerweis auf die EU-Produktdatenbank

Vergleiche dabei immer Geräte derselben Kategorie und mit ähnlicher Größe, nur dann ist die Klasse wirklich aussagekräftig.

Illustration zum Abschnitt „Das EU-Energielabel entschlüsselt“ im Ratgeber „Energiesparend einrichten: Diese Kaufentscheidungen wirken jahrelang“: Nahaufnahme eines Energielabels am Kühlschrank.

Standort entscheidet mit

Gerade bei Kühl- und Gefriergeräten zählt, wo sie stehen. Neben Herd, Heizung oder Spülmaschine oder in einem warmen Raum müssen sie ständig gegen die Wärme ankühlen und verbrauchen dadurch mehr. Eine kühle, gut belüftete Aufstellung mit genug Abstand zur Wand senkt den Verbrauch spürbar, dazu helfen regelmäßiges Abtauen und saubere Dichtungen. Diese Hinweise sind eine grobe Orientierung, Details stehen in der jeweiligen Geräteanleitung.

Vom Label zur Stromrechnung

Der auf dem Label angegebene Jahresverbrauch in Kilowattstunden lässt sich direkt mit deinem Arbeitspreis verrechnen. So kannst du beim Vergleich zweier Geräte abschätzen, welches über die Jahre günstiger läuft und ob sich der Aufpreis für das effizientere Modell überhaupt lohnt. Alle Geräte zusammen ergeben deinen Jahresverbrauch, die Basis für jeden Tarifvergleich.

Effizienz und Tarif zusammen denken

Effiziente Geräte wirken jahrelang im Hintergrund, ohne dass du im Alltag daran denken musst. Ergänzend lohnt der Blick auf das eigene Verhalten und die kleineren Verbraucher, mehr dazu im Ratgeber Strom sparen im Haushalt sowie bei der stromsparenden Beleuchtung. Ein sparsamer Haushalt zahlt sich aber erst voll aus, wenn auch der Tarif stimmt, wer in der Grundversorgung bleibt, zahlt häufig zu viel. Mit deiner Postleitzahl und deinem realen Jahresverbrauch kannst du die Stromtarife vergleichen und beide Hebel kombinieren.

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Häufige Fragen

Was sagt mir das EU-Energielabel von A bis G?
Das EU-Energielabel ordnet Geräte in Effizienzklassen von A (am sparsamsten) bis G (am wenigsten sparsam) ein. Die Skala wurde neu gefasst, sodass Klasse A heute sehr anspruchsvoll ist und viele Geräte zunächst darunter liegen. Zusätzlich zeigt das Label den Energieverbrauch und weitere Kennwerte je nach Gerätetyp.
Muss ich ein funktionierendes Altgerät austauschen?
Nein. Ein noch sparsames, funktionierendes Gerät muss nicht ersetzt werden. Bei Dauerläufern wie Kühl- und Gefriergeräten kann ein effizientes Neugerät aber deutlich weniger verbrauchen als ein altes Modell, ob sich der Tausch rechnet, hängt vom Alter des Altgeräts, dem Kaufpreis und deinem Strompreis ab.
Warum sollte ich beim Kauf auf die Gerätegröße achten?
Ein zu großer Kühlschrank oder eine zu große Waschmaschine verbraucht mehr, als der Haushalt eigentlich braucht. Geräte sollten zur Personenzahl und zum tatsächlichen Bedarf passen, dann läuft der Dauerverbrauch nicht unnötig hoch.
Spielt es eine Rolle, wo ein Gerät steht?
Ja. Ein Kühl- oder Gefriergerät neben Herd, Heizung oder in einem warmen Raum muss mehr arbeiten und verbraucht dadurch mehr Strom. Eine kühle, gut belüftete Aufstellung mit ausreichend Wandabstand senkt den Verbrauch.
Bei welchen Geräten lohnt sich der Effizienzblick am meisten?
Bei den Dauerläufern und Wassererhitzern: Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschine, Geschirrspüler, Trockner und Herd. Bei diesen zahlt sich der Blick auf Effizienz und passende Größe am stärksten aus, Kleingeräte fallen dagegen kaum ins Gewicht.

Quellen & Stand