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Strom sparen

Stromsparende Beleuchtung: LED, Lumen & Steuerung

5 Min. Lesezeit

Symbolbild zum Ratgeber „Stromsparende Beleuchtung: LED, Lumen & Steuerung“: eine Person wechselt abends eine Lampe im gemütlichen Wohnzimmer.

Auf den Punkt gebracht

Moderne LED-Leuchten verbrauchen für die gleiche Helligkeit deutlich weniger Strom als Glüh- und Halogenlampen und halten länger. Beim Kauf zählt die Helligkeit in Lumen, nicht die Watt-Zahl. Mit passender Lichtfarbe, Dimmen und Bewegungsmeldern lässt sich der Verbrauch weiter senken, wie stark, hängt von Brenndauer und Zahl der Leuchten ab.

Watt war gestern: die Verpackung richtig lesen

Bei Glühlampen hat man die Helligkeit nach Watt gekauft, 60 Watt, 100 Watt. Bei LED funktioniert das nicht mehr, denn dieselbe Helligkeit erreicht eine LED mit viel weniger Watt. Ein Blick auf die vier wichtigen Angaben:

Angabe Bedeutung Worauf achten
Lumen (lm) Helligkeit Je höher, desto heller
Watt (W) Stromverbrauch Je niedriger bei gleicher Helligkeit, desto sparsamer
Kelvin (K) Lichtfarbe Warmweiß vs. tageslichtweiß
Lebensdauer Haltbarkeit In Stunden oder Jahren angegeben

Die meisten Verpackungen geben zusätzlich an, welcher früheren Glühlampen-Wattzahl der Lumen-Wert entspricht. Das erleichtert den Umstieg, ohne dass du selbst umrechnen musst.

Illustration zum Abschnitt „Watt war gestern: die Verpackung richtig lesen“ im Ratgeber „Stromsparende Beleuchtung: LED, Lumen & Steuerung“: eine Hand hält eine LED-Lampe neben einer alten Glühbirne.

Warum LED die alten Leuchtmittel abgelöst hat

Beleuchtung ist selten der größte Posten auf der Stromrechnung, aber einer der einfachsten, an dem sich etwas ändern lässt. Der entscheidende Schritt ist der Umstieg von Glüh- und Halogenlampen auf LED. Alte Glühlampen verwandeln den Großteil der Energie in Wärme statt in Licht, die LED-Technik kommt für dieselbe Helligkeit mit einem Bruchteil aus und hält dabei meist viele Jahre. Glüh- und viele Halogenlampen sind in der EU ohnehin nicht mehr im Handel, der Tausch ist also längst Standard und keine Spezialmaßnahme mehr.

Wer noch alte Leuchtmittel im Einsatz hat, etwa in selten genutzten Lampen, Kellern oder im Außenbereich, kann sie nach und nach ersetzen. Besonders dort, wo Licht lange brennt, macht sich der Umstieg am ehesten bemerkbar.

Lichtfarbe und smarte Steuerung

Die Lichtfarbe in Kelvin verändert nicht den Verbrauch, aber die Wirkung: Warmweißes Licht wirkt gemütlich und passt in Wohn- und Schlafräume, neutralweißes bis tageslichtweißes Licht eignet sich für Küche, Bad und Arbeitsplätze. Sinnvoll gewähltes Licht sorgt dafür, dass du nicht zusätzliche Lampen einschaltest, weil eine Quelle nicht passt.

Beim Verbrauch helfen vor allem zwei Dinge:

Illustration zum Abschnitt „Lichtfarbe und smarte Steuerung“ im Ratgeber „Stromsparende Beleuchtung: LED, Lumen & Steuerung“: Nahaufnahme eines dimmbaren Lichtschalters.

Was deine Beleuchtung wirklich kostet

Wie stark Beleuchtung ins Gewicht fällt, hängt von der Brenndauer ab. Eine grobe Orientierung: Leistung der Leuchte in Kilowatt mal Brennstunden im Jahr ergibt den Verbrauch in Kilowattstunden. Beim Tausch zählt vor allem die Differenz zwischen altem und neuem Leuchtmittel bei gleicher Helligkeit. Über viele Leuchten und das ganze Jahr summiert sich das im Jahresverbrauch.

Altlampen richtig entsorgen

LEDs und Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll. Sie enthalten Elektronik, Energiesparlampen zusätzlich Quecksilber. Gib Altlampen bei Wertstoffhöfen, Sammelstellen oder im Handel ab, viele Geschäfte nehmen sie kostenlos zurück. So landen wertvolle Stoffe im Recycling und Schadstoffe nicht in der Umwelt.

Beleuchtung ist nur ein Baustein

Der Umstieg auf LED ist ein einfacher, dauerhafter Spar-Hebel, aber selten der größte. Mehr holst du bei den großen Verbrauchern heraus, wie der Ratgeber Strom sparen im Haushalt und der Beitrag zur energiesparenden Einrichtung zeigen. Und unabhängig vom Verbrauch lohnt der Blick auf den Tarif: Wer in der Grundversorgung feststeckt, zahlt oft zu viel. Mit deiner Postleitzahl und dem Jahresverbrauch kannst du jederzeit die Stromtarife vergleichen.

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Häufige Fragen

Warum steht auf LED-Verpackungen ein Lumen-Wert statt einer Watt-Zahl?
Helligkeit wird in Lumen gemessen, nicht in Watt. Die Watt-Angabe sagt bei LED nur etwas über den Verbrauch aus, nicht über die Helligkeit. Achte auf der Verpackung auf den Lumen-Wert und die Angabe, welcher alten Glühlampen-Wattzahl er entspricht.
Wie viel spart eine LED gegenüber einer Glühlampe wirklich?
Glühlampen setzen den Großteil der Energie als Wärme statt als Licht frei. LEDs erzeugen für die gleiche Helligkeit ein Vielfaches weniger Abwärme und brauchen daher deutlich weniger Strom. Zusätzlich halten sie in der Regel viele Jahre, was Austausch und Kosten reduziert.
Welche Lichtfarbe passt in welchen Raum?
Die Lichtfarbe wird in Kelvin angegeben. Warmweiß, um 2700 Kelvin, wirkt gemütlich und passt für Wohnräume, neutral- bis tageslichtweiß eignet sich für Arbeitsbereiche. Die Lichtfarbe beeinflusst nicht den Stromverbrauch, sondern nur die Wirkung des Lichts.
Lohnen sich Bewegungsmelder und Dimmer bei LED?
Bewegungsmelder schalten Licht nur ein, wenn es gebraucht wird, etwa in Fluren, Treppenhäusern und im Außenbereich. Dimmen reduziert die Leistung und damit den Verbrauch. Achte darauf, dimmbare LEDs zu verwenden, da nicht alle Modelle dafür geeignet sind.
Darf ich alte Leuchtmittel einfach in den Hausmüll werfen?
Nein. LEDs und Energiesparlampen gehören zu Sammelstellen, Wertstoffhöfen oder zurück in den Handel. Energiesparlampen enthalten zusätzlich Quecksilber und müssen besonders sorgfältig entsorgt werden. Viele Geschäfte nehmen Altlampen kostenlos an.

Quellen & Stand