Bislang war gemeinsam erzeugter Strom fast immer an ein einzelnes Gebäude oder eine einzelne Kundenanlage gebunden. Energy Sharing geht einen Schritt weiter: Mehrere Haushalte, etwa eine Nachbarschaft oder eine Energiegemeinschaft, teilen sich den Strom aus einer gemeinsamen Anlage, auch wenn sie nicht am selben Standort wohnen.
Das öffentliche Netz als Transportweg
Möglich wird das, weil der geteilte Strom rechnerisch über das öffentliche Netz zugeordnet und verrechnet wird, ähnlich wie bei einem Bilanzkreis, nur auf kleinerer, bürgernaher Ebene. Wer teilnimmt, muss selbst keine eigene Solaranlage besitzen, sondern nur einen Anteil an einer gemeinsam betriebenen Anlage.
Warum das für den Stromvergleich künftig relevant wird
Energy Sharing ist Teil der umfassenderen Bürgerenergie-Bewegung, zu der auch Modelle wie Mieterstrom zählen. Für Verbraucher bedeutet es potenziell eine weitere Möglichkeit, günstigen und selbst mitgetragenen Ökostrom zu beziehen, unabhängig vom klassischen Anbieterwechsel. Die konkrete Ausgestaltung in Deutschland entwickelt sich derzeit noch weiter, informiere dich vor einer Teilnahme über die jeweils aktuellen Bedingungen deines Netzbetreibers oder Anbieters.