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THG-Quote fürs E-Auto: So kassierst du die Prämie

4 Min. Lesezeit

Symbolbild zum Ratgeber „THG-Quote fürs E-Auto: So kassierst du die Prämie“: eine Person freut sich vor ihrem Elektroauto über eine Zahlung auf dem Smartphone.

Auf den Punkt gebracht

Wer ein rein elektrisches Auto fährt, kann die dadurch eingesparten Treibhausgase als THG-Quote verkaufen und einmal im Jahr eine Vergütung kassieren. Ein spezialisierter Anbieter lässt die Einsparung beim Umweltbundesamt bestätigen, bündelt sie mit vielen anderen Fahrzeugen und verkauft das Paket an Unternehmen, die gesetzlich zur Quote verpflichtet sind. Wie viel dabei am Ende ankommt, hängt vom Marktpreis ab, eine garantierte Summe gibt es nicht.

Dein Auto verdient nebenbei mit

Stell dir vor, dein Elektroauto bringt dir Geld ein, einfach weil es fährt und keinen Tropfen Benzin verbraucht. Genau das passiert bei der Treibhausgasminderungsquote, kurz THG-Quote. Der Gesetzgeber verpflichtet Unternehmen, die fossile Kraftstoffe in Verkehr bringen, ihre Emissionen zu senken. Wer diese Quote nicht allein erfüllt, kauft sie zu, und weil ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug im Verkehr keine fossilen Emissionen verursacht, lässt sich genau diese Einsparung zertifizieren und verkaufen. Technisch hat das nichts mit dem Laden zu tun, gehört aber ins Umfeld jeder Wallbox, deshalb ordnen wir es hier ein.

Illustration zum Abschnitt „Dein Auto verdient nebenbei mit“ im Ratgeber „THG-Quote fürs E-Auto: So kassierst du die Prämie“: Nahaufnahme eines Smartphones mit Banking-App.

So kommt das Geld bei dir an

Der Ablauf ist bewusst schlank gehalten:

  1. Fahrzeugschein einreichen: Du übermittelst einem THG-Anbieter eine Kopie deiner Zulassungsbescheinigung Teil I.
  2. Bestätigung beim Umweltbundesamt: Der Anbieter lässt die eingesparte Emissionsmenge dort bescheinigen.
  3. Bündeln und verkaufen: Er fasst viele Einzelquoten zusammen und verkauft sie an quotenpflichtige Unternehmen.
  4. Auszahlung: Du erhältst die vereinbarte Vergütung, in der Regel einmal pro Kalenderjahr und Fahrzeug.

Warum dir niemand eine Festsumme versprechen sollte

Anders als eine feste Prämie schwankt die THG-Vergütung mit dem Marktpreis für Quoten, der sich aus Angebot und Nachfrage am Quotenmarkt ergibt und von Jahr zu Jahr deutlich variieren kann.

MerkmalAusprägung
Wer teilnehmen darfHalter rein elektrischer Fahrzeuge
Bestätigungüber das Umweltbundesamt
Häufigkeitin der Regel einmal jährlich
Höhemarktabhängig, nicht garantiert
Zusammenhang mit der Wallboxkeiner, entscheidend ist die Zulassung

Anbieter werben trotzdem gern mit konkreten Beträgen, meist als Maximal- oder Schätzwert statt als Garantie. Eine pauschale Jahressumme zu nennen wäre deshalb nicht seriös.

Illustration zum Abschnitt „Warum dir niemand eine Festsumme versprechen sollte“ im Ratgeber „THG-Quote fürs E-Auto: So kassierst du die Prämie“: eine Person vergleicht Anbieter auf dem Tablet am Küchentisch.

Anbieter vergleichen statt den ersten nehmen

Weil zahlreiche Anbieter um dieselben Halter konkurrieren, lohnt sich ein Blick auf mehrere Angebote. Prüfe, ob der beworbene Betrag garantiert oder nur in Aussicht gestellt wird, wie schnell ausgezahlt wird und ob sich der Vertrag automatisch verlängert. Seriöse Anbieter machen transparent, dass die Vergütung marktabhängig bleibt. Wer ohnehin auf echten Ökostrom umsteigt, kann die THG-Quote als zusätzlichen Baustein einer saubereren Mobilität sehen, mit den geladenen Kilowattstunden selbst hat sie aber nichts zu tun.

Prämie und Ladekosten getrennt betrachten

Die THG-Vergütung verbessert die Wirtschaftlichkeit deines E-Autos, ersetzt aber keinen günstigen Stromtarif. Wie du die laufenden Ladekosten senkst, zeigt der Ratgeber Autostromtarife: günstiger Strom fürs E-Auto. Welcher Tarif für dein Ladeprofil und Netzgebiet am günstigsten ist, prüfst du mit deiner Postleitzahl im Stromkostenrechner. So behandelst du Vergütung und Stromkosten als zwei getrennte, aber zusammenwirkende Stellschrauben.

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Häufige Fragen

Wer darf die THG-Quote überhaupt verkaufen?
Anspruchsberechtigt ist, wer im Fahrzeugschein als Halter eines rein batterieelektrischen Fahrzeugs eingetragen ist. Plug-in-Hybride zählen nicht dazu. Auch Halter elektrischer Nutzfahrzeuge oder von Ladepunkten können je nach Konstellation teilnehmen.
Wie viel Geld bringt die THG-Quote im Jahr?
Eine feste Summe lässt sich seriös nicht nennen, denn die Vergütung hängt vom aktuellen Marktpreis für Treibhausgasminderungsquoten ab und schwankt entsprechend. Anbieter werben zwar mit Beträgen, garantieren sie aber meist nicht verbindlich, ein Vergleich mehrerer Anbieter lohnt sich deshalb.
Wie läuft die Anmeldung praktisch ab?
Du lädst bei einem THG-Anbieter eine Kopie deines Fahrzeugscheins hoch. Der Anbieter lässt die eingesparte Emissionsmenge beim Umweltbundesamt bescheinigen, bündelt sie mit anderen Quoten und verkauft sie weiter. Anschließend überweist er dir die vereinbarte Vergütung.
Wirkt sich meine Wallbox auf die Höhe der THG-Quote aus?
Nein, die fahrzeugbezogene THG-Quote knüpft allein an die Zulassung des E-Autos an, nicht an Wallbox oder geladenen Strom. Für öffentlich zugängliche Ladepunkte gibt es eine eigene, davon unabhängige Quotenmöglichkeit.
Muss ich die THG-Prämie versteuern?
Bei einem privat genutzten E-Auto wird die Einnahme in der Regel nicht als steuerpflichtig behandelt. Bei betrieblich genutzten Fahrzeugen kann das anders liegen. Verbindliche Auskunft geben im Zweifel Steuerberater oder Finanzbehörden.

Quellen & Stand