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Aufgeschlagenes Buch mit warm leuchtender Glühbirne auf einem Schreibtisch, Sinnbild für verständlich erklärte Strombegriffe.

Stromlexikon

Power Purchase Agreement (PPA)

Power Purchase Agreement (PPA) einfach erklärt: Definition, Einordnung und was du wissen musst.

Definition

Ein Power Purchase Agreement (PPA) ist ein langfristiger Stromliefervertrag zwischen einem Erzeuger, meist einem Wind- oder Solarpark, und einem Abnehmer außerhalb der gesetzlichen EEG-Förderung. Preis und Liefermenge werden dabei oft über zehn bis fünfzehn Jahre fest vereinbart, was den Bau neuer Erneuerbaren-Anlagen unabhängig von staatlicher Förderung ermöglicht.

Nicht jede neue Wind- oder Solaranlage entsteht mit gesetzlicher EEG-Vergütung. Viele größere Projekte sichern sich stattdessen einen Abnehmer über ein Power Purchase Agreement, einen bilateral ausgehandelten Liefervertrag, der unabhängig vom staatlichen Fördersystem funktioniert.

Wer PPAs abschließt

Klassische Abnehmer sind energieintensive Industrieunternehmen oder große Konzerne, die sich einen festen Strompreis über viele Jahre sichern wollen. Auch Stromanbieter nutzen PPAs, um ihre Ökostromtarife direkt mit neu gebauten Erneuerbaren-Anlagen zu unterlegen, statt lediglich bestehende Herkunftsnachweise am Markt einzukaufen.

Warum das für den Ökostromvergleich relevant ist

Ein Tarif, der über ein PPA an eine konkrete, oft neu errichtete Anlage gebunden ist, treibt den Ausbau erneuerbarer Erzeugung tendenziell stärker voran als ein Tarif, der nur mit gehandelten Herkunftsnachweisen unterlegt ist. Prüfe bei der Anbieterauswahl deshalb, ob und wie genau ein Ökostromtarif seine Herkunft belegt.

Verwandte Begriffe: Herkunftsnachweis Einspeisevergütung Direktvermarktung Lokale Strompreise nach Ort → Mehr erfahren →

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