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Grundversorgung: woraus sich der Preis zusammensetzt

5 Min. Lesezeit

Symbolbild zum Ratgeber „Grundversorgung: woraus sich der Preis zusammensetzt“: eine Stromrechnung und Münzen liegen neben einem Taschenrechner auf dem Tisch.

Auf den Punkt gebracht

Kurz gesagt: Der Grundversorgungspreis besteht aus dem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis je Kilowattstunde und dem festen Grundpreis. Beide enthalten staatlich oder regulatorisch festgelegte Bestandteile wie Netzentgelt, Stromsteuer, Konzessionsabgabe und Umlagen, die im selben Netzgebiet für alle Tarife gleich sind. Beeinflussbar durch die Anbieterwahl ist nur der Energieanteil.

Nur ein Teil ist überhaupt verhandelbar

Wer den Grundversorgungspreis senken will, sollte zuerst wissen, wo das überhaupt möglich ist. Beeinflussbar durch die Anbieterwahl ist allein der Energieanteil aus Beschaffung und Vertrieb. Netzentgelt, Steuern, Konzessionsabgabe und Umlagen lassen sich nicht durch einen Wechsel senken, sie sind an dein Netzgebiet gebunden, nicht an deinen Vertrag.

Genau hier liegt aber der Hebel: Weil der Grundversorger den Energieanteil vorsichtig kalkuliert, ist dieser Teil bei freien Tarifen oft niedriger. Warum das so ist, erklärt der Beitrag Warum die Grundversorgung meist teurer ist.

Illustration zum Abschnitt „Nur ein Teil ist überhaupt verhandelbar“ im Ratgeber „Grundversorgung: woraus sich der Preis zusammensetzt“: Nahaufnahme gestapelter Münzen neben einer Rechnung.

Arbeitspreis und Grundpreis: die zwei Tarifkomponenten

Der Preis in der Grundversorgung wirkt auf der Rechnung kompliziert, folgt aber einer einfachen Struktur. Er besteht aus genau zwei Tarifkomponenten:

Der Arbeitspreis ist der verbrauchsabhängige Teil. Je mehr Kilowattstunden du verbrauchst, desto stärker fällt er ins Gewicht. Der Grundpreis ist dagegen ein fester Jahresbetrag, der Messung, Abrechnung und einen Teil der Bereitstellungskosten deckt. Für die Jahreskosten zählt deshalb immer die Kombination beider Werte, nicht nur der Arbeitspreis allein.

Was hinter den festen Bestandteilen steckt

In beiden Tarifkomponenten stecken staatlich oder regulatorisch festgelegte Posten, die nicht frei kalkuliert sind:

Diese Posten sind im selben Netzgebiet für alle Tarife gleich, egal ob Grundversorgung oder Sondervertrag.

Komponente Bezug Beispielhafte Posten darin
Arbeitspreis je kWh Energiebeschaffung, Netzentgelt, Steuern, Umlagen
Grundpreis je Jahr Messung, Abrechnung, Grundkosten der Belieferung
Illustration zum Abschnitt „Was hinter den festen Bestandteilen steckt“ im Ratgeber „Grundversorgung: woraus sich der Preis zusammensetzt“: eine Hand bedient den Taschenrechner neben der Rechnung.

Vom Preisbestandteil zum Vergleich

Weil sich die festen Bestandteile nicht ändern lassen, bringt der Vergleich genau dort etwas, wo er etwas bringen kann, beim Energieanteil. Eine pauschale Ersparnis lässt sich nicht seriös nennen, denn sie hängt von Netzgebiet, Netzentgelt, Verbrauch und Marktniveau ab.

Der verlässliche Weg führt über deine eigenen Zahlen. Stromtarife vergleichen berücksichtigt Arbeitspreis und Grundpreis gemeinsam und stellt den lokalen Grundversorger gegen die freien Tarife in deinem Netzgebiet. So siehst du die echten Jahreskosten statt nur einen einzelnen Wert.

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Häufige Fragen

Welcher Teil des Grundversorgungspreises lässt sich durch einen Wechsel senken?
Nur der Energieanteil aus Beschaffung und Vertrieb. Netzentgelt, Steuern, Konzessionsabgabe und Umlagen sind im selben Netzgebiet für alle Anbieter gleich und damit nicht durch die Tarifwahl veränderbar.
Aus welchen Komponenten besteht der Grundversorgungspreis?
Aus dem Arbeitspreis je Kilowattstunde und dem festen Grundpreis pro Jahr. In beiden stecken Energiebeschaffung und Vertrieb sowie staatlich oder regulatorisch festgelegte Bestandteile wie Netzentgelt, Steuern, Konzessionsabgabe und Umlagen.
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitspreis und Grundpreis?
Der Arbeitspreis wird je verbrauchter Kilowattstunde berechnet und steigt mit dem Verbrauch. Der Grundpreis ist ein fester Jahresbetrag unabhängig vom Verbrauch, etwa für Messung und Abrechnung.
Warum ist das Netzentgelt regional unterschiedlich?
Das Netzentgelt deckt die Kosten des örtlichen Stromnetzes. Es hängt vom jeweiligen Netzbetreiber, von der Netzstruktur und der Auslastung ab und unterscheidet sich deshalb von Netzgebiet zu Netzgebiet.
Ändern sich die Preisbestandteile jedes Jahr?
Einige ja. Netzentgelte werden jährlich neu festgelegt, ebenso können sich Steuern und Umlagen ändern. Der Energieanteil schwankt zudem mit den Beschaffungskosten am Markt.

Quellen & Stand