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Stromvertrag kündigen: Vorlage zum Sofort-Nutzen

5 Min. Lesezeit

Symbolbild zum Ratgeber „Stromvertrag kündigen: Vorlage zum Sofort-Nutzen“: eine Hand unterschreibt ein Musterschreiben am Schreibtisch.

Auf den Punkt gebracht

Für die Kündigung deines Stromvertrags genügt die Textform nach § 126b BGB, eine E-Mail oder ein Brief ohne Unterschrift reicht. Ins Schreiben gehören Name, Anschrift, Kunden- und Zählernummer sowie das gewünschte Kündigungsdatum. Lass dir den Eingang bestätigen und sichere den Zugangsnachweis. Bei einem Anbieterwechsel übernimmt der neue Versorger die Kündigung meist automatisch.

Das Musterschreiben zum Übernehmen

Ersetze alle Platzhalter in eckigen Klammern durch deine echten Daten, die hier genannten Angaben sind reine Beispiele.

Kündigung Stromliefervertrag
[Vorname Nachname] [Straße und Hausnummer] [PLZ Ort] [Name des Stromanbieters] [Anschrift des Anbieters] [Ort], [Datum] Kündigung meines Stromliefervertrags Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit kündige ich meinen Stromliefervertrag fristgerecht zum nächstmöglichen Termin, [gewünschtes Datum]. Kundennummer: [Kundennummer] Zählernummer: [Zählernummer] Lieferadresse: [Straße, PLZ, Ort] Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieser Kündigung sowie das genaue Vertragsende schriftlich. Mit freundlichen Grüßen [Vorname Nachname]

Eine handschriftliche Unterschrift ist bei der Textform nicht erforderlich; bei einem Brief kannst du trotzdem unterschreiben.

Illustration zum Abschnitt „Das Musterschreiben zum Übernehmen“ im Ratgeber „Stromvertrag kündigen: Vorlage zum Sofort-Nutzen“: Nahaufnahme eines Briefs und Umschlags auf dem Schreibtisch.

Warum Textform genügt, § 126b BGB

Für die Kündigung eines Stromvertrags reicht die Textform nach § 126b BGB. Das bedeutet: eine lesbare Erklärung auf einem dauerhaften Datenträger, in der die Person des Erklärenden genannt ist. Eine handschriftliche Unterschrift ist nicht nötig. Zulässig sind damit E-Mail, Fax, ein Brief oder das Online-Kündigungsformular des Anbieters.

Diese niedrige Formhürde ist ein Vorteil für dich, sie macht aber den Zugangsnachweis umso wichtiger. Denn rechtlich wirksam wird die Kündigung erst, wenn sie dem Anbieter zugeht.

Diese Angaben machen die Kündigung eindeutig

Damit der Anbieter die Kündigung eindeutig zuordnen kann, gehören diese Punkte hinein:

AngabeWarum sie wichtig ist
Name und Anschrifteindeutige Zuordnung zum Konto
Kundennummerfindet sich auf jeder Rechnung
Zählernummeridentifiziert die Lieferstelle
Empfänger (Anbieter)korrekte Zustellung
gewünschtes Kündigungsdatumbestimmt das Vertragsende
Bitte um BestätigungNachweis für deine Unterlagen

Achte beim Kündigungsdatum auf deine Kündigungsfrist. In der Grundversorgung beträgt sie zwei Wochen, bei Sonderverträgen gilt die vereinbarte Laufzeit.

Illustration zum Abschnitt „Diese Angaben machen die Kündigung eindeutig“ im Ratgeber „Stromvertrag kündigen: Vorlage zum Sofort-Nutzen“: eine Person wirft einen Brief in den Briefkasten ein.

Wann du wirklich selbst kündigen musst

Bevor du das Schreiben verschickst, prüfe kurz, ob du es überhaupt brauchst. Wechselst du zu einem neuen Anbieter, übernimmt dieser die Kündigung beim bisherigen Versorger, du musst nichts verschicken. Ein eigenes Kündigungsschreiben brauchst du vor allem, wenn du

Zugang sicher nachweisen

Der häufigste Streitpunkt ist später die Frage, ob die Kündigung angekommen ist. Sichere dich ab:

Reagiert der Anbieter nicht oder bestreitet er die Kündigung, hilft dein Nachweis. Das genaue Vorgehen beschreibt Anbieter bestätigt die Kündigung nicht.

Nach der Kündigung: nicht ohne Tarif bleiben

Kündigst du, ohne sofort einen Anschlussvertrag zu haben, fällst du in die Grundversorgung, meist der teuerste Tarif. Besser schließt du parallel einen günstigeren Vertrag ab. Welcher sich für deine Postleitzahl rechnet, siehst du, wenn du Stromtarife vergleichen. Alle Fristen und Grundlagen rund ums Kündigen findest du im Hub Stromanbieter kündigen.

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Häufige Fragen

Reicht das Musterschreiben für jeden Stromanbieter aus?
Als Grundgerüst ja, du musst nur die Platzhalter durch deine echten Daten ersetzen. Prüfe zusätzlich, ob dein Anbieter ein eigenes Online-Kündigungsformular anbietet, das kann den Ablauf zusätzlich beschleunigen.
Braucht die Kündigung eine handschriftliche Unterschrift?
Nein. Für die Kündigung eines Stromvertrags genügt die Textform nach § 126b BGB. Eine E-Mail, ein Fax oder ein Brief ohne handschriftliche Unterschrift sind ausreichend, ein Nachweis über den Zugang bleibt trotzdem wichtig.
Welche Angaben dürfen im Kündigungsschreiben nicht fehlen?
Name und Anschrift, Kundennummer und Zählernummer, der Anbieter als Empfänger sowie das gewünschte Kündigungsdatum. Eine Bitte um schriftliche Bestätigung des Vertragsendes gehört ebenfalls hinein.
Wie weise ich später nach, dass die Kündigung angekommen ist?
Bei einem Brief sendest du per Einschreiben und hebst den Beleg auf. Bei einer E-Mail forderst du eine Lese- oder Eingangsbestätigung an und speicherst die gesendete Nachricht. Den Zugangsnachweis brauchst du, falls der Anbieter die Kündigung später bestreitet.
In welchen Fällen brauche ich überhaupt ein eigenes Kündigungsschreiben?
Vor allem, wenn du aus der Grundversorgung aussteigst, ohne sofort einen neuen Vertrag abzuschließen, innerhalb desselben Anbieters den Tarif wechselst oder ein Sonderkündigungsrecht sicherheitshalber selbst dokumentieren willst. Beim gewöhnlichen Anbieterwechsel übernimmt der neue Versorger die Kündigung.

Quellen & Stand